Dass eines der vier Bockwitzer Windräder sich nicht mehr dreht, dürfte Vielen aufgefallen sein. Nun wurde es nicht repariert, sondern ordnungsgemäß demontiert. Parallel ist dazu der SR-Beschluss zu sehen, dass die bisherigen Windräder NICHT durch 1 größeres ersetzt werden dürfen und auch die Zusammenarbeit zwischen Stadt und “Windstromern” ebenfalls endet. Die WR-Demontage ist also nur ein kleiner Schritt, aber die Kernfragen bleiben; wohin wurden die als giftiger Sondermüll deklarierten Rotorblätter gebracht? Im Rahmen einer Recherche dazu stellt sich eine Firma aus Sachsen-Anhalt zur ordnungsgemäßen Entsorgung vor, was allerdings mit dem “Granulat” der Rotorblätter geschieht, ist nicht erkennbar. Vor Monaten sorgte ein Skandal für Aufsehen. In einem Tschechischen Ort fand man auf einer Müllkippe einen riesigen Haufen wild zerlegter Rotorblätter. Das wollte man nicht hinnehmen. Nachforschungen ergaben, dass dieser Giftmüll illegal aus Bayern abgelagert worden war. Auf Gerichtsweg musste das Gelände beräumt, der Schrott zurück nach Bayern gebracht werden.
Seit Monaten sorgt ein ähnlicher Fall in Zwönitz für Kopfschütteln. In einer off. Bürgerbefragung hatten sich 93,2 % der Einwohner gegen den Bau von Windrädern entschieden. Das wurde seitens BM W. Triebert ignoriert. Doch, so die dortige Meinung, hatte er doch bei seinem Amtsantritt einen Eid abgelegt, geschworen, den Willen der Bürger als deren gewählter Botschafter umzusetzen. In der SR-Sitzung am 24.6.25 stand die Frage “ob für ihn das höchste Gesetz, das Grundgesetz noch Gültigkeit besitzt?”.Allen Anwesenden gegenüber behauptete er, dass für ihn “ein anderes höchstes Gesetz Gültigkeit besäße”. Das Bundesverfassungsgericht hatte aber im Urteil vom 21.11.2017 festgelegt, “dass Landesrecht keine Regelungen enthalten darf, die mit dem GG-Artikel 28 Abs. 2 nicht vereinbar sind”. Der Zwönitz-Vorfall wird noch ein Nachspiel haben.
Die Probleme mit dem Energiewandel lassen sich nicht einfach unter den Teppich kehren; sie sind da. In einer wissenschaftlichen Studie in Skandinavien wurde nachgewiesen, dass Windräder Population und Leben der Tiere im Radius von 5 km beeinträchtigen. Das ironisch mit dem aktuellen Fall in Colditz zu sehen: Wenn wir noch mehr WiRä bauen, haben wir ja bald noch weniger Kinder und müssen weitere Kindergärten schließen. Hoffentlich stirbt dann Colditz nicht ganz aus.
Der Sondermüll der Rotorblätter hat auch noch eine schmutzigere Seite, über die man lieber schweigt. Für die Herstellung der Rotorblätter in China wird in Südamerike massiv Balsaholz aus dem Regenwald gerodet. Wir würden so etwas aus Umweltschutzgründen nicht machen; das sind leider die Chinesen, von enen wir es nur abkaufen (müssen). Doch auch hier bleibt die Frage – was wird dann aus dem Giftmüll, wenn die Rotorblätter entsorgt werden müssen? Holen das dann die Chinesen wieder ab? M. Söder (MP BY) warf mal so ganz nebenbei eine andere Frage in den Raum. Die Windenergie ist keine zuverlässige Energiequelle. Haben wir in D zu viel; verkaufen wir es nicht gewinnbringend, sondern zahlen noch kräftig d´rauf. Reicht der Strom nicht. kaufen wir ihn für teures Geld aus dem Ausland. Ist seine Frage nicht berechtigt? Wäre es nicht an der Zeit, wie viele andere Länder auf die hochmoderne Atomenergie umzuschwenken. Sie hat mit der alten Technologie nichts mehr gemein, wäre eine stabile Energiequelle für unsere sterbende Industrie. Nur wenige dieser modernen Kraftwerke würden den dringenden Energiebedarf stabil decken. Im Gasstreit importieren wir aus den USA für immense Summen das umweltschädliche Fracking-Gas. Die Bundesumwelthilfe fordert schon lange ein Importverbot, doch vergebens. Man will sich ja mit seinem besten Freund nicht verkrachen.
Vor wenigen Wochen verstarb zu seinem 88. Geburtstag der Zschadraßer Ehrenbürger Werner Nold. Sein Gedenken ist auch im Zusammenhang mit unseren heutigen Belastungen besonders schätzenswert. Auf meine Frage, was ihn zu der Bereitstellunmg seiner finanziellen Mittel führe, antwortete er: Ja, man kann sein Geld zur Bank bringen und dort auf gute Zinsen spekulieren. Das habe ich aber nicht nötig. Doch ich finde es viel wertvoller, wenn man jemand menschlich aus einer Situation helfen kann, was auch immer der Hintergrund war. Da ich nicht von hier bin, die Leute kaum kenne, fand ich es besser, wenn Jene hier vor Ort selbst entscheiden, wem Hilfe gewährt werden sollte. Deshalb haben wir diese Stiftung gegründet. Diese Worte werde ich nicht vergessen, denn sie drückten seinen angenehmen menschlichen Charakter aus.
Auch wenn Letzteres nicht im Zusammenang mit unseren Windradproblemen zu stehen scheint, ist es doch damit verknüpft. Unsere von uns gewählten Abgeordneten und Verantwortlichen sollten sich bei ihren Entscheidungen überlegen, dass sie zum Wohl unserer Bürger, vor allem auf Zukunftssicht getroffen werden. Lobbyisten darf nicht in Ihrer Denkweise der Vortritt gewährt werden. Einkalkulierter, aber angeblich gar nicht gewollter Schaden darf nicht an die nächsten, unschuldigen Generationen weitergegeben werden.
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