10 Jahre Mundartbühne Borna

Die Mundartbühne Borna

Die Mundartbühne Borna

Gleich geht der Auftritt los...

Gleich geht der Auftritt los…

Inge Steitmann hat das Zepter in der Hand

Inge Steitmann hat das Zepter in der Hand

sorgt für die Texte - Wolfgang U. Schütte...

sorgt für die Texte – Wolfgang U. Schütte…

Erzählt den Leiten ja nich so en Mist...

Erzählt den Leiten ja nich so en Mist…

Mensch sin die Kunden heite unfreindlich....

Mensch sin die Kunden heite unfreindlich….

Arztsprechstunde wie im wahren Leben

Arztsprechstunde wie im wahren Leben

Wilhelm Tell aus der Sächschen Schweiz...

Wilhelm Tell aus der Sächschen Schweiz…

Mir sin jetz fertsch...

Mir sin jetz fertsch…

...da klatschen die o noch

…da klatschen die o noch

Kino Groitzsch - ausverkauft !!!

Kino Groitzsch – ausverkauft !!!

Es ist mehr als ein all- tägliches Jubiläum, das die Mundartbühne Borna feiern konnte. Vor 10 Jahren setzten sich Inge Steitmann, Heike Greulich und Heidrun Junge zusammen, überlegten, ob man nicht auch einen kleinen Beitrag zur Pflege der sächsischen Mundart bringen könnte. Dass es eine solche Resonanz findet, die Truppe inzwischen angewachsen ist, hatte man damals nicht vermutet. Schon die Leipzigerin Lene Voigt (1891-1962) versuchte sich an diesem nicht ganz einfachen Dialekt, aber auch mit großem Erfolg. Der Dialekt gehört zur Heimat und an der hängt man sein ganzes Leben. Ganz ohne ist das “Sächsch” natürlich nicht: ein Beispiel – Schnitte wird´s geschriem un Bemme gesprochen. Mit ihrer Vermutung, die sogar auf ihrem Grabstein zu finden ist, hatte Lene Voigt völlig Recht: Was Sachsen sin von echtem Schlaach, die sin nich dod zu griechen… Eine wertvolle Unterstützung fanden die Laienkünstler in Wolfgang U. Schütte, der am Institut zur Wahrung und Pflege der sächsischen Mundart tätig ist. Er arbeitete der MBB die Texte zu. Die Truppe hat sich in den letzten Jahren vergrößert; Hella Eck, Thea und Tankret Uhlig, sowie Kathrin und Sven Steitmann sind hinzugekommen. Aber nicht nur die Anzahl der Künstler ist gewachsen, auch die Auftritte haben in den letzten Jahren erfreulicher Weise zugenommen. Auch bei uns Colditzern war die MBB schon in der Nikolai- kirche und im Schloss zu Gast, in den Bad Lausicker Kliniken sind sie kein unbeschriebenes Blatt. Vorgetragen werden Episoden aus dem wahren Leben, aber eben “volksverständlich”. Die Scetche sind nicht nur der Pflege der Mundart gewidmet, sondern zeigen auch so nebenbei, was dem Sachsen doch so alles im Kopf herumschwirrt. Es ist wie ein Spiegel, der uns auf humorvolle Weise vorgehalten wird. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Laienkünstler für ihr Engagement mit reichlich Beifall belohnt werden. Einer ihrer jüngsten Auftritte war eine Benefiz-Veranstaltung für Gehandicapte im Groitzscher Kino. Der Saal mit 240 Plätzen ausverkauft; der Auftritt eine unbeschreibliche, kulturelle Bereicherung für die Betroffenen und deren Begleiter. Die Eintrittsgelder kamen denen zugute. Ihr 10jähriges Jubiläum feierte die MBB im “Lindenvorwerk” bei Kohren-Sahlis / Rüdigsdorf. Im Saal leider kein leerer Platz zu finden – ausverkauft. Die Künstler ließen 10 Jahre ihres Bestehens Revue passieren, brachten die Massen zum Schmunzeln und zum Lachen. Aus den alltäglichen kleinen Stücken hat man sich inzwischen selbst an die große Lyrik herangewagt. Das berühmte Drama über den Schweizer Wilhelm Tell Friedrich von Schillers gibt es nun auch in der Bühnen-Fassung aus der “Sächsischen Schweiz”. Da vergeht einem trotz des traurigen Hintergrundes wahrlich das Lachen nicht. Dieser Ansicht waren auch die vielen Gäste und sparten nicht mit Beifall. So bleibt am Ende nur ein frommer Wunsch: Möge allen Mitwirkenden, ob auf oder hinter der Bühne, eine gute Gesundheit beschert bleiben, damit auch unser heimatlicher Dialekt noch viele Jahrzehnte erhalten und liebevoll gepflegt wird.

spiegel

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