Ich häng´die Schuhe an den Nagel

Abschiedsspiel SV Eintracht Sermuth - Kluges Alt-Star-Team gegen die AH-Mannschaft

Abschiedsspiel SV Eintracht Sermuth – Kluges Alt-Star-Team gegen die AH-Mannschaft

Feierlicher Anstoß durch Lucie von den Nachwuchsspielern

Feierlicher Anstoß durch Lucie von den Nachwuchsspielern

Hart aber fair, doch ein Tor muss her...

Hart aber fair, doch ein Tor muss her…

Aggi am Ball

Aggi am Ball

Von der Ersatzbank eingewechselt: Nico

Von der Ersatzbank eingewechselt: Nico

Nico - endlich kommt Betrieb in´s Spiel

Nico – endlich kommt Betrieb in´s Spiel

Mama Lucie mit ihren 2 Fußballern

Mama Lucie mit ihren 2 Fußballern

Aggis Mannschaft

Aggis Mannschaft

Die Sermuther "Alten Herren" zum Abschiedsspiel

Die Sermuther “Alten Herren” zum Abschiedsspiel

44 Jahre aktiver Fußball gehen für Aggi zu Ende

44 Jahre aktiver Fußball gehen für Aggi zu Ende

Ich häng die Schuhe an den Nagel, so sieht das aus

Ich häng die Schuhe an den Nagel, so sieht das aus

Der Saal voll - Verwandte, Kollegen und die vielen Sportfreunde - wir feiern mit

Der Saal voll – Verwandte, Kollegen und die vielen Sportfreunde – wir feiern mit

Oooooch das noch, um Mitternacht wird Aggi 60

Oooooch das noch, um Mitternacht wird Aggi 60

Während sich die Fußballfans aus ganz Europa auf die Eröffnung in Paris freuten, war ganz Sermuth und das halbe Muldental auf dem Weg zum Sermuther Sportplatz. Hier stand ein außergewöhnliches Spiel auf dem Plan – das Abschiedsspiel von Achim Kluge aus dem aktiven Fußball. Angetreten sind eine ganze Reihe alter Kumpels, die ihn auf seiner 44jährigen Laufbahn beim SV Eintracht Sermuth begleiteten gegen die jetzige (junge) Alte-Herren-Mannschaft. Den feierlichen Anstoß vollzog Sportfreundin Lucie, eine blutjunge Füßballerin aus dem Nachwuchskader. Nun ging es los; die beiden Mannschaften schenkten sich nichts. Wie in jedem bisherigen Spiel versuchten beide Seiten, das runde Leder in´s Netz zu versenken. “Akki” war laut Aufzeichnungen des Verein-Chronisten in seinen 44 Jahren zwar allein 500 mal für den SV Eintracht im Einsatz, doch hatte es leider nur zu einem einzigen Tor gebracht. Erinnern konnte er sich allerdings nicht genau, auf welcher Seite er da den Kasten getroffen hatte. Die 1. Halbzeit war bei strahlendem Sonnenschein vorrüber, die Pause für die Oldies, die ganz schön außer Puste geraten waren, willkommen. Auf in die 2. Halbzeit. Da fielen die Tore leider eher zu Gunsten der Alte-Herren-Mannschaft. Sofort machte sich das Entsetzen unter den Zuschauern breit: “He, lasst Aggi´s Mannschaft ja nich verlier´n, das verärgert ihn!!!! Da müssen wir am Ende unsere Zeche alle selber bezahl´n”. Nico hatte es auch satt, Ella wurde gegen ihn ausgewechselt und er mischte die Mannschaften ganz schön auf. So gelang es Aggi doch noch, kurz vor Ladenschluss 2 Tore zu schießen und damit den Unentschieden-Endstand von 5:5 herzustellen. Nach einem kurzen Bierchen am Außenstand nahmen alle im großen Saal der Vereinsgaststätte Platz. Nach einer kurzen Begrüßung seiner vielen Gäste, die er in seinem Privat-, Vereins- und Berufsleben kennen- und schätzengelernt hat, lud er zu einem gemütlichen Abendessen ein. Angerichtet war ein leckeres und reichhaltiges Buffet. Für die Unterhaltung sorgte “Melone” mit seiner Disko. Alle hatten danach reichlich Gelegenheit, im wirren Durcheinander ein nettes Gespräch miteinander zu führen. Viele von Ihnen hatten sich lange nicht gesehen. So ergab sich ein sehr gemütlicher Abend. Zu vorgerückter Stunde nahm die Vereinsleitung noch einmal das Zepter in die Hand. Harald Müller, ebenso langjähriger Weggefährte Aggi´s würdigte sein nunmehr 44jähriges Schaffen für den Verein. Es ist eine nicht alltägliche Leistung, die er abgeliefert hatte, so einhellig die Bewertung. Er hatte Teilhabe am Aufstieg der Fußballer bis zum Kreismeister und hob die 80ger als die “goldenen Jahre” hervor; unvergessliche Erinnerungen. Dann wurde der Akt vollzogen – Aggi musste persönlich “den Nagel auf den Kopf treffen”, um seine Schuhe nun endgültig an den Nagel zu hängen. “Dem Verein werde ich auch weiterhin treu bleiben”, versprach er, “doch aus dem aktiven Dienst möchte ich mich nun zurückziehen”. Das Ritual wurde vollzogen. Danach ging es noch einmal mit dem Feiern weiter. Kurz vor Mitternacht machten seine beiden Töchter ihm noch ein besonderes Geschenk. Mit einer tollen Slide-Show ließen sie sein Leben seit 1956 in Bildern vorbeirauschen, von seiner Kindheit, über Beruf und Familie bis hin zu seinen vielen Hobbys, für die er nun vielleicht etwas mehr Zeit haben wird. Als die Uhr “Zwölfe schlug”, war die Show zu Ende, doch nicht der Abend. Wie zu DDR-Zeiten stellten sich alle in einer riesigen Schlange an, um ihm zu seinem 60sten Geburtstag ihre Glückwünsche zu überbringen. Damit klang ein herrlicher Abend in fröhlicher Runde aus, von dem alle mit einem ehrlich gemeinten “Dankeschön” das Haus verließen.

spiegel

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