Ihr Kinderlein kommet….

Fröhliche Kinder in der KiTa Thumirnicht

Fröhliche Kinder in der KiTa Thumirnicht

Sanitärraum der KiTa Thumirnicht

Sanitärraum der KiTa Thumirnicht

In guter Obhut wird der Tag nicht langweilig

In guter Obhut wird der Tag nicht langweilig

Gute Freunde hat man ein Leben lang

Gute Freunde hat man ein Leben lang

Die Kinderkrippe "Zwergenland"

Die Kinderkrippe “Zwergenland”

Wir haben miteinander viel Spass..

Wir haben miteinander viel Spass..

...wir lernen für den morgigen Tag

…wir lernen für den morgigen Tag

Bei schönem Wetter geht´s in den Garten...

Bei schönem Wetter geht´s in den Garten…

Brauchen wir bald den Rufbus ?

Brauchen wir bald den Rufbus ?

Sä. Rechnungshof

Sä. Rechnungshof

Sä. Rechnungshof

Sä. Rechnungshof

Sä. Rechnungshof

Sä. Rechnungshof

Ende 2025 hatte die Kita Thumirnicht zu einem Elternabend eingeladen. Bürgermeister Zillmann verkündete den Eltern, dass diese Kita ab 1.1. 2027 geschlossen werde; das wäre schon im Stadtrat so vereinbart worden. Die Eltern waren über diese Festlegung schockiert; es kam zu heftigen Wortgefechten. Als einzige Stadträtin war N. Heydecke (AfD) anwesend und stellte den Wortlaut des BM zumindest richtig – ja, man habe im Stadtrat darüber gesprochen, aber in einer nichtöffentlichen Sitzung und da besteht Verbot unter Strafe, in der Öffentlichkeit darüber zu reden. Diese Arbeitsweise des BM Zillmann hat wohl mit dem Wort Demokratie wenig am Hut. Diese Bestimmung soll genutzt werden, um private Angelegenheiten nicht in die Öffentlichkeit zu bringen, nicht aber Vorgänge, die allgemein- interessierend sind und das Stadtleben bestimmen, den Bürgern zu verheimlichen.
Inzwischen ist der Vorgang fortgeschritten, die Kitas wurden auf Suche nach einem neuen Betreiber ausgeschrieben. Die Bedingungen machen allerdings diese sprachlos. Die Personalkosten sollen nur zu 92,5% des TVöD gezahlt; die Vergütung nur ab Erfahrungsstufe 4 gedeckelt werden. Selbst Nebenkosten (Heizung, Reinigung, Spiel- und Lernangebote) sollen pauschal begrenzt werden. Das löst einen steigeneden Druck auf das Personal und die Eltern aus. “Die Kitas sind keine Kostentreiber und kein Spielbrett der Stadtver- waltung; sie sind Zukunftsorte für unsere Familien und unsere Stadt”, so die Meinung eines Colditzers. Die Ausschreibung verstößt auch gegen geltendes Recht der sächsischen Verfassung. Der sächsische Rechnungshof beschreibt unmissverständ- lich, welch hoher Stellenwert den Kindern beigemessen wird. Allein gegen diese gesetzlichen Vorschriften verstößt die Ausschreibung. Von einem der Interessenten wurde mir klar geäußert, dass man einer Bewerbung Abstand nehme; man ließe sich bestimmte Dinge nicht vorschreiben. Für das jetzige Personal ist es äußerst belastend; wie geht es morgen weiter? Ist diese Taktik seitens der Stadt gar gewollt? Nur 3 SRinnen./ SRe haben sich das Objekt vor Ort angeschaut, so Zwergenland, um sich ein aktuelles Bild zu machen. Von mir ange- sprochene Eltern, die ihre Kinder einst in den KiTas hatten, aüßerten sich ausnahmslos absolut positiv über das Personal und die nette und fachlich hochwer- tige Betreuung ihrer Kinder. Ruf der Kitas – im Sommer lief am LG Leipzig ein Prozess LäLeben gegen LVZ wegen “Rufschädigung”. Die Schadenshöhe schätzte der Kläger ( Verein LäLeben) mit 250 T Euro ein. Meine Hoffnung, vorher dort im Gericht ev. mit einem Vertreter des LäLeben sprechen zu können, erfüllte sich nicht; es war nur deren Anwältin zugegen. Die Klage wurde aber abgewiesen; LäLeben wurde zu 15 T Euro Ordnungsgeld plus Anwalts- und Gerichtskosten verurteilt. Diese unsinnige Ausgabe fiel nun letztlich auch der Stadt zu Lasten. Geklagt hatte aber doch der Verein und keine Einzelperson. Waren die sich so siegessicher? Wo bleibt die Verantwortlichkeit?
Eine Thumirnichterin brachte ihren Frust neulich in kurzen Worten ´rüber: Demnächst muss ich erst mein Kind irgendwoanders in die Stadt oder gar außerhalb bringen und dann den selben Weg zurück, damit ich nach Bad Lausick auf Arbeit komme. Eine weitere Frage: Wenn die Stadt unbedingt Geld sparen muss, warum schließt man dann die Kita in Thumirnicht mit derzeit 54 Kindern, statt die Lastauer mit nur 16 ? Es gibt viele weitere Fragen: Ende 2024 wurde der Verein “Ländliches Leben e.V.”, zu dem 4 KiTas gehörten, mit einem Schuldenberg von 1,2 Mio und dazu Zinsen von rd. 250 T Euro “kommunalisiert”. Im Statut des Vereins stand aber, dass in jedem Jahr ein Rechenschaftsbericht über das Vorjahr zu erstellen ist, den Mitgliedern vorgelesen werden muss; erst dann geht es weiter. Nach dieser Gesetzlichkeit “hätte” dieses Finanzloch doch längst auffallen müssen, nicht erst nach Überprüfung der Jahre 2020-2023. Wurden die Verantwortlichen je zur Rechenschaft gezogen? Der Verkauf des KiTa-Arsenals in Thumirnicht steht zu Debatte. Soll nun noch mit der Suche eines neuen Betreibers unter rechtswidrigen Bedingungen dieses Finanzloch (die Cosls ist eine 100%ige Tochter der Stadt) gestopft werden? In der SR-Sitzung 01/26 erläuterte der HAL Loeper den SRen, dass man den Vorgang rechtlich habe prüfen lassen; eine 100%ige Sicherheit, dass es nicht zu einer Insolvenz komme, gäbe es allerdings nicht. Trotzdem stimmten alle SRe dem Vorschlag zu, es so zu belassen (und damit das Risiko einzugehen).
Warten wir also ab, wie es mit der Fortführung der Kinderbetreuung in Colditz weitergeht. Der Frust der jungen Leute ist verständlich; sollte nicht gerade diese Altersgruppe überzeugt werden, hier in Colditz zu wohnen und zu arbeiten? Dazu gehört aber auch eine “Kinderfreundlichkeit” ohne Blick auf die Kosten; es ist unsere Zukunft.

spiegel

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