Das Team der Rochsburg hatte zu einem kleinen Spaziergang durch das winterliche Schloss eingeladen. Vom Schnee war allerdings diesmal nichts zu sehen. Trotzdem begrüßte Michael Kreskowsky die Gäste am 1. Tor auf das herzlichste. Ich möchte Euch mal erzählen, was früher der Winter den Rittern und ihren Familien für eine harte Zeit bescherte. Zuerst zeige ich Euch, wie sie die Burg schützten; mussten bei Wind und Wetter durch die Gucklöcher am Eingang schauen, um den Feind rechtzeitig zu bemerken und das Tor sofort zu schließen. Das konnten die Kinder gleich mal ausprobieren. Dann ging es über den Wehrgang in den 1.Hof. Hier warteten schon Klotz und Beil, um das Feuerholz herzustellen. Tja, sagte Micha; ´Gas und Elektro gab es damals eben noch nicht. Danch ging es in den riesigen Gewölbekeller. Hier erzählte er, was alles als Vorrat für den Winter nach der Ernte eingelagert wurde. Von den Kindern wollte er wissen: hat von euch schon mal Jemand Bier getrunken. Da gab es nicht wenig Ja-Stimmen. Das erläuterte er so, dass es damals generell so war; da konnten die Kinder wenigstens schlafen. Hinauf auf dem 2. Hof bestaunten die Kids den 53m tiefen Brunnen. Ja, der war sehr wichtig, denn wurde die Burg belagert, brauchte man ja auf jeden Fall Wasser. Damit die Gäste mal die Tiefe glaubten, schüttete er einen Eimer Wasser in den Brunnen; horcht, es dauert bis es dort unten ankommt! Danach ging es hoch ins Stübchen. Erziehung und Bildung war in der Erziehung Sache der Mütter. Dazu gehörte auch Anstand. Schon mit 7 Jahren wurden die Knaben zum Ritter ausgebildet; das dauerte bis zu 14 Jahren. Wir zeigen´s mal, sagte Micha; die Mädchen machen einen Knicks und die Jungen knien sich auf das rechte Knie. 2 Kids konnten sich melden, um mal das Werben um eine Braut nachzustellen. Alle schauten begeistert zu, wie höflich das ablief. Doch an den Kuss zum Schluss wollten die beiden nicht ´ran. Im großen Saal wartete schon der Flügel auf einen Pianisten. Micha spielte “Schneeflöckchen, Weißröckchen” und alle sangen mit. Er wollte wissen, ob von den Kindern jemand ein Instrumment spielt. Da kamen mehrere Ja-Stimmenm. Eine sagte sogar; ja ich spiele Saxophon. Seine interessierte Frage: Haste das mit? Die Antwort war natürlich nööö. Dann setzte sich Elias an den Flügel und gab den Gästen ein Ständchen. Anschließend ging es hinab in ein Kämmerlein. Die Damen vom Schloss boten den Gästen ein Schlückchen Warmes an. Wer Lust hatte, konnte auch mal in die Ritterrüstung schlüpfen und verstehen lernen, was die früher alles zu ihrer Sicherheit tragen mussten.
Ich denke, es war für die Besucher ein äußerst spannender Rundgang durch die Burg. Am Nachmittag konnten die Gäste auch die Handarbeit der Damen bewundern, die für eine ordentliche Garderobe im Winter selbst sorgen mussten. Wer hier den Termin verpasst hat, sollte ihn schnellstens nachholen – es ist nicht nur für die Kinder ein wunderschön gestalteter Besuch. Die nächsten Termine für diese Führung “Ritter Günther im Winter” finden morgen, Donnerstag, 12.2., Donnerstag, 19.2. und Sonntag, den 22.2.26 jeweils um 11.00 und 13.00 Uhr statt. Genießen Sie es ; Sie sind herzlich eingeladen auf Schloss Rochsburg.
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