Das neue Maskottchen von Colditz

Richard am Busparkplatz

Richard am Busparkplatz

Richard am Busparkplatz

Richard am Busparkplatz

Richard geht auf die Gäste zu

Richard geht auf die Gäste zu

Ich zeige Euch den Weg in die Innenstadt

Ich zeige Euch den Weg in die Innenstadt

Hier könnt Ihr was essen und trinken...

Hier könnt Ihr was essen und trinken…

Manch Colditzer ist die lustige Figur in Uniform schon oft aufgefallen. Einige dachten, das kann nur ein neuer Angestellter vom Rathaus sein, der die Falschparker zur Kasse bittet. Doch es ist Richard Vero, ein Londoner, der zum neuen Maskottchen der Stadt geworden ist und sich in das Muldenstädtchen regelrecht verliebt hat. Völlig uneigennützig empfängt er die vielen britischen Besucher am Busparkplatz am LIDL-Markt, begrüßt sie nett und hilft ihnen in seinem perfekten Englisch auf den ersten Schritten, wo ist eine Toilette, wie kommen wir in die City, auf das Castle und wo kann man hier etwas essen und trinken. Das kommt ausgesprochen gut bei den Gästen unserer Stadt an und selbst die Reise- gruppenbetreuer sagen, das ist super.
Wer ist Richard Vero? Der 66jährige wurde in London geboren. Sein Vater betrieb bis 1995 eine Hutfabrik, hatte 300 Angestellte. Sie produzierten Helme für Motorradfahrer und das Militär. 10 Jahre lang arbeitete er für Sony Music London und hat dadurch enge Kontakte zum Film- und Musikgeschäft. Doch seine Vielfalt ist groß; er ist nicht nur Hutmacher, sondern auch Buchautor und Zeichner. Er sammelte Informationen für britische Medien zur Lage in Colditz. Oft hält er in Leipzig Vorlesungen, die oft mit bis zu 60 Gästen besucht werden. Ende Juni will er noch einmal nach London aufbrechen, um seine guten Kontakte zu Medien- vertretern spielen zu lassen. “Ich will hier versuchen, noch viel mehr Reklame für Colditz zu machen und vielleicht eine PR-Kampgne auf die Beine zu stellen.”
Bei den Colditzer Gastronomen kommt sein Engagement, was er eng verknüpft mit Ralf Gorny, dem Betreiber der Pension “An der Stadtmauer” aufgebaut hat, gut an. Peggy und Kathleen vom KaPe2 sind mehr als erfreut: “Das ist ein absolut netter Mann und er bringt uns einfach die Gäste heran – das finden wir toll und ist gut für die wenigen Kneipen, die wir in Colditz überhaupt noch haben. Das hätte man schon längst organisieren können.”
Ralf Gorny will das Ganze noch weiter unterstützen. “Wir werden hier versuchen, in Privatinitiative das Ding anzukurbeln. Richards super Kontakte könnten uns so manche Tür in London öffnen. Da müssen wir das Heft eben selbst in die Hand nehmen. Auf Wohlwollen ist unser Auftreten bei Einigen nicht gestoßen; sie betrachten uns scheinbar als Konkurenz.”
So hoffen wir, dass der Zug in Fahrt kommt. Seine geplanten Führungen werden wir natürlich gern in unsere Tourismusseite www.zweimuldenland.de aufnehmen. Es wäre eine Bereicherung für Colditz und so etwas wollen wir unsererseits unterstützen.

spiegel

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